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Das Sugaring: Haarlos durch Zuckerpaste

Wer möchte keine schöne Haut, frei von Rasurpickeln und aalglatt? Mit der Sugaring-Methode soll das der Fall sein. “Sugaring?”, mag sich da einer fragen, “Sugaring wie sugar? Wie Zucker?” Ja, ganz recht. Immer mehr Frauen und Männer entdecken die Enthaarung mit Zuckermasse für sich. Die Haarentfernung mit einer Sugaring Paste ist eine langfristige Methode. Wer keine Lust auf tägliches Rasieren hat und sich fragt, wie man denn mit Zucker Haare langfristig entfernen soll, der kann sich diesen Vorgang einmal näher anschauen.

Sugaring Paste auf Teller weiß

Ein großes Plus: Die Enthaarung mit der Zuckerpaste funktioniert Zuhause mit einer selbstgemachten Masse genauso, wie im Studio. So lässt sich für jeden etwas geeignetes finden. Ein großes Plus dieser Methode ist, dass der Zucker die Härchen ziemlich exakt entfernt. Selbst die feinsten und kleinsten Härchen werden erwischt. Noch dazu hat das Sugaring den großen Vorteil gegenüber den anderen Methoden langfristiger Haarentfernung, wie etwa dem Waxing oder Epilieren, dass es nicht schmerzhaft sein soll! Klingt das zu schön, um wahr zu sein? Ist diese Haarentfernungsmethode tatsächlich besser und richtig für einen selbst? Und wenn ja, warum?

Um diese Fragen zu beantworten, erst einmal eine allgemeine Betrachtung des Themas Sugaring:

 

Zuckermoleküle sind klein, mikroskopisch klein, um genauer zu sein, und können daher gut in die raue Oberfläche der Haut eindringen. Die Zuckerpaste schließt sich also eng um die Härchen, bleibt allerdings nicht an der Oberfläche kleben. Dies hat zur Folge, dass die Haut beim Abziehen unberührt bleibt, lediglich die Haare allein werden entfernt. Zusätzlich können die Haare nicht abbrechen! Die Zuckermoleküle sind nämlich tief im Haar verankert. Zudem sind die Inhaltsstoffe sehr natürlich, was das Sugaring gut verträglich für sämtliche Hauttypen macht. Beim Sugaring werden die Haare mit der Wuchsrichtung entfernt. Damit steht es im Gegensatz zum Waxing, bei dem die Haare gegen den Haarwuchs entfernt werden. Hierbei entsteht keine Reizung der einzelnen Follikel der Haare, somit entstehen kaum Entzündungen oder Rasurpickel nach der Anwendung. Selbst eingewachsene Härchen sind nach dem Sugaring kaum vorzufinden. Ein Tipp ist es, die Haut nach der Haarentfernung mit Peelings im Abstand von ca. 3 Tagen zu behandeln, um ein gutes Ergebnis zu erhalten.


Anwendungsbereiche am Körper

Frau fasst sich an den Rücken von hinten

Die Anwendungsbereiche für das Sugaring am Körper sind nicht begrenzt. Die Paste aus Zucker lässt sich an der Männerbrust genauso anwenden wie an der Oberlippe, der Bikinizone oder dem Hoden. Die eigene Schmerzempfindlichkeit sollte man jedoch zuvor an weniger sensiblen Stellen testen, bevor man sich an solche Regionen wagt.

 

Die Paste aus Zucker umfasst einzelne Haare und zieht diese mit einem Ruck heraus. Dies funktioniert auch bei feinen und kurzen Härchen, wie an der Oberlippe bei Damen, an denen ein eher kleine, feine und durchsichtige Härchen wachsen. Dicke und lange Haare kann die Paste jedoch besser greifen. An Bereichen am Körper, an denen die Haare dichter und länger wachsen, ist eine Sugaring Behandlung daher besonders zu empfehlen.

 

Bei Männern kann das Sugaring am Rücken sehr gute Ergebnisse erzielen. Durch die große Körperfläche und deren resultierende Übersichtlichkeit gestaltet sich die Anwendung hier schön einfach. Eine helfende Hand ist hier jedoch erforderlich, um ein gründliches Resultat zu erzielen.

 

Die Dauer der Sugaring-Behandlung

Nach dem Sugaring ist die Haut seidig weich und glatt. Erstmal muss man sich keine Gedanken mehr um die Haarentfernung machen. Wie lange hält das Ergebnis jedoch an? Die mit Sugaring behandelten Stellen bleiben für mindestens drei bis vier Wochen haarlos. Danach beginnen die Haare wieder nachzuwachsen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie das weniger dick und dicht tun. Das liegt dem zugrunde, dass die Haarwurzeln jung sind. Nach einem langfristigen Zeitraum, in welchem die Haare regelmäßig mit der Zuckerpaste entfernt wurden, ist es möglich, dass gar keine neuen Haare mehr nachwachsen.

Das Sugaring im Intimbereich

Bauch und Hände einer Frau mit Blüte

In der Bikinizone gestaltet sich das Sugaring schmerzhafter, als in anderen Regionen, da der Hautbereich hier sensibler ist. Daher sollte es vermieden werden, die Zuckerpaste großflächig aufzutragen und alle Haare in einem Ruck zu entfernen. Stattdessen ist es empfehlenswert, behutsam immer nur kleine Stellen zu enthaaren.

 

Ein Tipp gegen den Schmerz ist es, vor der Behandlung mit der Zuckerpaste duschen zu gehen, um mit hilfe des warmen Wassers die Poren zu öffnen und die Härchen weicher zu machen.


Das Sugaring im Studio

Auch wenn man für die Sugaring-Behandlung in ein Studio geht und sich die Haare professionell entfernen lässt, sollte man sich auf den Salon-Besuch vorbereiten.

  • Die Haut sollte vor der Behandlung keinesfalls irritiert sein. Somit sollte ein Gang ins Studio nach langem Bräunen in der Sonne, Hautausschlägen oder ähnlichem vermieden werden. Die Haut würde an an den zu behandelnden Bereichen zu sehr gereizt werden und das wiederum würde Schmerzen verursachen.
  • Zwei bis drei Tage vor der Behandlung sollte man sich nicht rasieren, damit die Haare eine gewisse Länge haben und von der Zuckerpaste gefasst werden können.
Weiße Blüten auf Handtuch

Im Salon wird die Haut mit einer speziellen Lotion, welche meist Alkohol enthält, gereinigt, um den Fettfilm auf der Haut zu entfernen. Dies ist sehr wichtig für die Anwendung, weswegen man vor dem Studiobesuch auch keine Sonnencreme oder fetthaltigen Cremes auf die Haut auftragen sollte.

Nachdem die Haut gereinigt wurde, wird sie gepudert. Nun ist sie Haut bereit für eine Behandlung mit der Zuckerpaste, frei von hauteigenen Fetten und sauber. Durch die Vorbereitung wird eine Entzündung der Haarwurzeln verhindert und die Paste kann besser an den Haaren haften.

Nach der Vorbereitung wird die Sugaring Paste etwa handwarm erwärmt. Aufgetragen wird die Paste entweder mit einer Art Schaber oder mit der Hand, nachdem sie geknetet wurde.

Die Zuckerpaste wird vom Profi gegen die Wuchsrichtung aufgetragen. Es ist wichtig, die Sugaring Paste direkt in die Haarfollikel einzuarbeiten, damit diese vollständig alle Härchen umfasst. Der Zuckerwachs klebt sich hierbei nicht direkt auf die Haut fest. Jetzt wird mit warmen Händen für einige Sekunden über das Wachs gestrichen, um das Haften auch der kleinsten Härchen zu ermöglichen. Ist das passiert, wird die Masse ruckartig abgezogen. Zum Vorschein kommt eine glatte, haarlose Haut. Einige Kosmetikstudios bieten “Speed-Sugaring” an: hier gehen zwei Fachkräfte ans Werk und enthaaren zu zweit den ganzen Körper innerhalb kürzester Zeit. Ganz schmerzfrei ist die Sugaring-Prozedur nicht - wenngleich etwas harmloser als das Waxing. Gehört man zu den schmerzempfindlichen Personen, ist es zu empfehlen, sich nach anderen Methoden der Haarentfernung umzusehen. Alternativ eignen sich die Rasur oder die moderne IPL Haarentfernung.


Das Sugaring Zuhause

Hier eine Step-by-step Anleitung für ein optimales, seidiges Ergebnis!

1.  Lassen Sie die Zuckerpaste abkühlen, bis diese Körpertemperatur erreicht hat. Die Paste aus dem Topf lösen und in beispielsweise zur Aufbewahrung in eine Tupperdose geben.

2. Reinigen Sie die Haut vor Beginn der Anwendung, um diese von Cremerückständen und Fetten zu befreien. Bei einer Neigung zu fettiger Haut empfiehlt es sich Babypuder zu verwenden, dies beugt eine Nachbildung von Fetten vor und hält die Oberfläche sauber.

 

 

3.  Trennen Sie nun eine Portion der Sugaringmasse in Walnussgröße ab und kneten Sie diese solange in der Hand weich, bis diese sich weich anfühlt und eine gute Konsistenz zum Verstreichen erreicht.

4. Die Zuckerpaste anschließend entgegen der Wuchsrichtung auf die Haut auftragen. Bei den Beinen beispielsweise entspräche das der Richtung vom Knöchel hoch zum Knie.


5. Streichen Sie danach mit der warmen Hand über die aufgetragene Paste und drücken diese fest.

6. Streichen Sie danach mit der warmen Hand über die aufgetragene Paste und drücken diese fest.

7. Ziehen Sie diese im Anschluss mit einer ruckartigen Bewegung in Wuchsrichtung ab.

8. Im Anschluss wird dringlichst empfohlen, die Haut gut zu pflegen.



DIY-Anleitung für Zuckerpaste

Zucker in Einmachgläser

Für ein haarloses Ergebnis mit dem Sugaring kannst du ins Studio gehen, dir die Paste hierfür in einem Drogeriemarkt kaufen, oder dir diese einfach selbst machen! Macht braucht nicht viel dafür und die Zutaten hierfür sind in jedem Supermarkt erhältlich.

 

Wer also Zeit und Lust hat, kann dieser Anleitung für eine selbstgemachte Sugaring-Paste folgen.

Die Zutaten für die Sugaring-Paste

  • 200 Gramm Zucker
  • 100 Milliliter Zitronensaft
  • Ein Glas Leitungswasser
  • Einen Topf
  • Eine Schüssel mit einem Schaber oder ähnlichem

Die Erstellung der Zuckerpaste

1.   Man stelle Wasser, Zitronensaft und Zucker im Verhältnis 1:1:2 bereit. Das heißt, es wird doppelt so viel Zucker wie Wasser und Zitronensaft benötigt.

2.   Alle Zutaten zusammen in einen Topf geben und miteinander verrühren. Während dem Aufkochen ständig rühren, um zu verhindern, dass sich die Masse am Boden fest brennt.


3. Wenn die Masse Blasen wirft, den Topf von der Herdplatte nehmen und weiterrühren, bis die Blasen wieder verschwinden. Nun erneut aufkochen. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis die Paste honigfarben und zähflüssig ist.

4.  Nach Erreichen der gewünschten Konsistenz den Topf komplett vom Herd nehmen und die Paste auskühlen lassen. Als Test ein Stück Paste mit einem Löffel herausnehmen und in ein Glas Leitungswasser geben. Wenn die Paste sich nicht auflöst, hat sie die richtige Konsistenz und ist fertig.


Bei einer brüchigen Paste kann mit Zitronenwasser nachgeholfen und eine weichere Konsistenz erzielt werden. Ist die Masse zu flüssig, so soll man diese einfach weiter kochen.


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