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Haare entfernen mit Waxing

Waxing ist eine Epilationstechnik, bei der das Haar mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen wird. So werden die Härchen schnell und gründlich für eine Dauer von bis zu vier Wochen entfernt. Bei regelmäßigem Waxing werden nachwachsende Härchen feiner, weicher und sogar weniger. Diese Methode ist einfach und kann sowohl von zu Hause, als auch professionell in einem Waxing-Studio durchgeführt werden.

Das zur Haarentfernung verwendete Wachs besteht aus einer Paraffin- oder Bienenwachs-Basis, Harz sowie ätherischen Ölen zur Hydratation und für einen angenehmen Duft. Es gibt verschiedene Waxing-Methoden, die da wären Kaltwachs und Warmwachs. Diese haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile.

 

 

Wie enthaare ich mich am besten mit Wachs?

1. Achten Sie auf eine optimale Haarlänge:

 

 

Stellen Sie vor dem Wachsen sicher, dass Ihr Haar etwa 5-6 mm lang sind. Wenn das Haar länger ist, kürzen Sie es mit einer

Sicherheitsschere auf eine kürzere Länge, so dass das Wachsen ordentlicher und schmerzfrei verläuft.

2. Vermeiden Sie retinolhaltige Cremes vor dem Wachsen:

 

Versuchen Sie retinolhaltige Pflegeprodukte zwei bis fünf Tage vor dem Wachsen Ihres Gesichts zu vermeiden.

Retinolhaltige Cremes würden dazu führen, dass sich die Haut zusammen mit Ihrem Haar entfernt.

3. Reduzieren Sie Unbequemlichkeiten:

 

 

Da das Wachsen für manche Menschen schmerzhaft sein kann, sollten Sie nach Möglichkeiten suchen, um die Unbequemlichkeit zu reduzieren. Die Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder das Aufbringen von

Kühlpackungen auf die Haut, etwa 30 Minuten vor dem Wachsen, kann hilfreich sein.



4. Waschen und trocknen Sie den Bereich:

 

Waschen Sie vor dem Wachsen den Bereich, den Sie gerade wachsen möchten, vorsichtig ab, um Schmutz, abgestorbene Hautzellen und Hautpflegeprodukte zu entfernen. Anschließend trocknen Sie Ihre Haut gründlich ab. Bei sauberer, trockener Haut haftet das Wachs gut.

5. Wärmen Sie das Wachs:

 

Befolgen Sie die Anweisungen auf der Verpackung und testen Sie immer die Temperatur des Wachses, indem Sie eine kleine Menge auf die Innenseite Ihres

Handgelenks auftragen.

6. Tragen Sie das Wachs auf:

 

Tragen Sie das Wachs auf die gewünschte Stelle auf. Für optimale Ergebnisse sollten Sie das Wachs immer in Richtung des Haarwuchses drücken.



7. Tragen Sie den Stoffstreifen auf:

 

Legen Sie den Stoffstreifen nach dem Auftragen des Wachses über das Wachs und drücken Sie ihn fest an die Haut. Lassen Sie den Streifen zwei bis drei Sekunden auf Ihrer Haut.

8. Entfernen Sie den Stoffstreifen:

 

Halten Sie zum Entfernen die Haut mit einer Hand straff und ziehen Sie das Tuch schnell mit der anderen Hand entgegen der Haarwuchsrichtung ab. Wenn Sie eine schwierige Stelle erreichen möchten, beispielsweise die Achseln, sollten Sie jemanden den Sie gut kennen um Hilfe bitten.

9. Beruhigen Sie Ihre Haut:

 

Sie beruhigen Ihre Haut nach dem Wachsen, indem Sie auf den schmerzenden Stellen Kühlpads aufbringen. Sie sollten heiße Bäder und Duschen vermeiden, lockere Kleidung tragen und eine Feuchtigkeitscreme auftragen, die Ihre nicht Poren verstopft. Suchen Sie nach Feuchtigkeitscremes, die mit "ölfrei" oder „nicht komedogen“ gekennzeichnet sind.

 


Wenn Sie die Anweisungen befolgen, ist das Wachsen zu Hause eine sichere und effektive Möglichkeit, um unerwünschte Körperhaare zu entfernen. Wenn Sie jedoch nach dem Wachsen Rötungen oder Schwellungen haben, die länger als zwei Tage andauern, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder Apotheker.


Die Vorteile von Waxing

Frau beim Beine Waxing

Waxing ist perfekt geeignet für jeden, der es Leid ist, permanent die verschiedenen Körperbereiche zu rasieren, da es im Gegensatz zu Rasierer und Enthaarungscremes einen sehr großen Vorteil bietet: die Haut bleibt dauerhaft glatt. Bei dieser Methode sollte man darauf achten, die Haare während der Zeit von den einzelnen Waxing Behandlungen nicht zu rasieren, da sonst die Gefahr besteht, dass die Haare nicht an dem Kleber haften bleiben und somit nicht herausgerissen werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Härchen nach jeder Anwendung erwiesenermaßen feiner werden. Wer sich rasiert, dem wird sicher schon aufgefallen sein, dass die Haare stoppelig werden. Beim Waxing ist dies jedoch nicht der Fall, da die Haare samt Wurzel entfernt werden. Des Weiteren besteht der Vorteil, dass Wachsstreifen in der Drogerie kostengünstig sind.

Die Nachteile von Waxing

Der Nachteil beim Waxing ist jedoch der Schmerz, welcher in empfindlichen Bereichen oder bei Menschen mit empfindlicher Haut sehr stark sein kann. Die gute Nachricht ist, dass die Schmerzempfindlichkeit von Mal zu Mal geringer wird. Problematisch wird es, wenn der Kleber zu langsam entfernt wird, da man hierbei den Schmerz und die Reizungen der Haut intensiviert. Um dem Entgegenzuwirken sollte man die Pflaster ruckartig abziehen.

 

Des Weiteren besteht beim Waxing die Gefahr, dass es zu eingewachsenen Haaren kommen kann. Dies kann man jedoch verhindern, indem man vorher seine Haut an der zu behandelnden Stelle mit Peelings massiert. Die Haare lassen sich dadurch viel leichter entfernen, weil die Haut durch das Peeling weicher wird und die Poren sich öffnen. Weitere Nachteile sind, dass vom Waxing Rötungen, Schwellungen, Unebenheiten oder Irritationen entstehen können. Rötungen und Irritation klingen im Normalfall innerhalb weniger Stunden ab, wenn nicht schon am selben Tag. Wenn jedoch der Verdacht auf eine Entzündung besteht, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Um kein Risiko einzugehen kann man sich die Härchen auch von professionellen bei einem Waxing-Studio entfernen lassen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass es kostspielig werden kann.


Kaltwachs

Frauenbeine hochgesteckt vor blauer Wand

Kaltwachs ist hauptsächlich für den Heimgebrauch konzipiert. Das Wachs ist beim Kauf bereits auf den Ziehstreifen aufgetragen.

 

Damit der Kaltwachsstreifen besser am Haar haftet, muss er vor der Behandlung zwischen den Händen angewärmt und anschließend auseinandergezogen werden. Der Streifen selbst wird mit der vorgewachsten Seite auf die zu enthaarende Stelle geklebt. Dabei ist es wichtig, dass der Streifen in Haarwuchsrichtung nach unten gedrückt wird und aus der entgegengesetzten Richtung schnell und mit kurzen Zügen abgezogen wird.

 

Vor der Behandlung sollten diese Stellen natürlich gründlich gereinigt werden, damit das Wachs auch an den Haaren haften bleibt. Nach der Anwendung sollte die Haut mit einer beruhigenden Creme gepflegt werden.

Die Vorteile von Kaltwachs

Die Nachteile von Kaltwachs


Da das Wachs beim Kauf bereits auf Ziehstreifen aufgetragen ist, wird keine Zeit für die Vorbereitung verschwendet. Des Weiteren ist die Bedienung sehr einfach, da man die Kaltwachsstreifen lediglich mit den Händen aufwärmen muss. Zudem hat Kaltwachs den Vorteil, dass es sehr kostengünstig und in jeder Drogerie erhältlich ist.

Die Härchen sollten mindestens 5-6mm sein, da sie ansonsten nicht am Kaltwachsstreifen haften. Es kann notwendig sein, das Wachs wiederholt in einem Bereich zu verwenden, um das gesamte Haar herauszuholen, was die Haut reizen kann. Bei falscher Anwendung kann es zu Rötungen und eingewachsenen Haaren führen.



Warmwachs

Die Warmwachsmethode setzt etwas mehr Können voraus. Aus diesem Grund wird diese Haarentfernungsmethode auch meistens von professionellen Waxing-Studios durchgeführt. Aber auch Zuhause kann die Haarentfernung mit Warmwachs angewendet werden.

 

Es gibt verschiedene Arten von Heißwachsen, die hauptsächlich in zwei Gruppen unterteilt sind: Hartwachs und Weichwachs.

Hartwachs / Hard wax

Diese Methode wird für sensible und empfindliche Stellen wie Augenbrauen, Oberlippe, Achselhöhlen und Bikinizone verwendet. Hartwachs (auch strip-less-wax) wird mit einem Spatel auf die Haut aufgetragen und erfordert zum Abziehen kein Streifen. Sobald das Wachs trocknet und aushärtet, kann es direkt entfernt werden, da es im Gegensatz zu Weichwachs nicht klebrig ist. Hartwachs haftet nur am Haar und nicht an der Haut, was bedeutet, dass derselbe Bereich mehrmals gewachst werden kann. Hierbei besteht im Gegensatz zu Warmwachs nicht die Gefahr, dass die Haut mit dem Wachs angehoben und abgezogen wird. Das Wachsen ist daher weniger schmerzhaft, da das Wachs beim Entfernen nicht an der Haut zieht. Das Wachs zieht nur die Haare heraus, was für den Kunden ein viel angenehmeres Erlebnis darstellt.

 

Es besteht auch ein geringeres Risiko, dass bei der Verwendung Verbrennungen entstehen. Dies liegt daran, dass eine niedrigere Temperatur erforderlich ist, um die Enthaarung ordnungsgemäß durchzuführen. Hartwachs hat den Nachteil, dass es im Vergleich zu Warmwachs sehr teuer ist, weil bei der Anwendung viel mehr Wachs verwendet wird. Hartwachs eignet sich, wie oben bereits erwähnt, besonders für empfindliche Stellen wie z.B. Gesicht, Achsel oder Intimbereich. Es ist besonders wichtig, dass beim Auftragen die Haut mit nach unten gedrückt wird, damit die Haare von dem Hartwachs gesaugt werden können. Dies garantiert, dass die Haare direkt von der Wurzel gezogen werden

 

Weichwachs / Soft wax

Diese Methode der Haarentfernung ist ideal für große Hautbereiche wie Beine und Arme. Bei dieser Anwendung wird Weiches Wachs dünn auf die Haut aufgetragen und mit einem Stoffstreifen oder mit einem Papierstreifen entfernt. So haftet es auf der Haut und entfernt beim Abziehen auch abgestorbene Hautschichten. Aus diesem Grund sollte dieselbe Stelle nicht zweimal gewachst werden. Dabei besteht nämlich die Gefahr, dass die Haut beim wiederholten Abziehen beschädigt wird. Die Folgen hierbei können Blutungen, Narben und Krusten sein. Das Risiko, dass es bei einer unprofessionellen Anwendung zu Verbrennungen kommt, ist ebenfalls sehr hoch. Zudem hat Weichwachs den Nachteil, dass es klebrig ist und dadurch schwieriger zu entfernen ist. Aus diesem Grund werden im Gegensatz zu Hartwachs Stoff- oder Papierstreifen benutzt, welche die Haarentfernung leichter gestalten. Weichwachs hat den Vorteil, dass sich auch feine Haare sehr gut entfernen lassen. Weiches Wachs ist in der Waxing-Welt sehr beliebt, da nicht viel davon verwendet werden muss, um die Arbeit zu erledigen. Zudem hat Weichwachs den Vorteil, dass es viel weniger kostet als Hartwachs

Unabhängig vom Typ arbeiten sie alle auf dieselbe Weise:

 

Das Wachs muss vor dem Auftragen zuerst im Wasserbad, in der Mikrowelle oder in einem Wachsgerät geschmolzen werden. Das flüssig gewordene Wachs wird, nachdem es genügend abgekühlt ist, auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen. Das Wachs verbindet sich dabei mit den Haaren und umschließt sie. Sobald das Wachs auf der Haut trocknet und es an den Haaren haftet, kann es mit einer plötzlichen Bewegung in die entgegengesetzte Wachstumsrichtung gezogen werden.

Die Vorteile von Warmwachs

Die Nachteile von Warmwachs


Die Hitze öffnet die Poren und macht die Haarfollikel teilweise weicher, was das Herausziehen erleichtert. Des Weiteren haftet das Wachs sehr gut am Haar und ermöglicht es Ihnen, alle Haare auf einmal zu entfernen. Diese Methode kann verwendet werden, um auch kurzes Haar zu entfernen (bis zu 1mm). Durch Anpassung der Form können Sie die Größe der zu enthaarenden Fläche selbst bestimmen. Da Warmwachs mittlerweile auch Online erhätlich ist kann es nun auch Zuhause verwendet werden, ohne dass Sie in den Schönheitssalon gehen müssen.

Bei falscher Anwendung kann es durch die Hitze des Wachses schnell zu Verbrennungen führen. Aus diesem Grund erfordert die Verwendung von Warmwachs ein wenig Übung. Wenn Sie die Zeit nicht im Auge behalten und das Wachs zu lange trocknen lassen, kann die Entfernung des Wachses sehr schwer werden. Des Weiteren kann die Vorbereitung des Wachses sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nehmen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Behandlungen im Schönheitssalon sehr kostenintensiv sind.



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